Openairs: der nahgelegene Ferienersatz

Warum lieben wir Ferien? Klar, weil wir erstens nicht arbeiten müssen.  Aber ist es zu einem grossen Teil nicht auch die ausgelassene Stimmung und die erhöhte Kontaktbereitschaft von uns Reisenden? Als ich letztes Jahr seit langer Zeit wieder einmal ein Openair besuchte, hatte ich genau dieses Feriengefühl, dies einfach dank der sensationellen Stimmung der Besucher.  Total begeistert und energiegeladen von den Erlebnissen der drei Openair Tage kehrte ich die Woche darauf zurück an meinen Arbeitsplatz. Fast so gut erholt wie nach einer Woche Strandferien.

Mit dieser Erfahrung zog es mich dieses Jahr bereits ans erste Openair der Saison, das Greenfield 2014, welches schon seit 10 Jahren in Interlaken stattfindet. Das Lineup des Greenfield Festivals beinhaltet Bands, welche harten bis sehr harten Rock, Trash oder Grindcore spielen. Dieses Jahr standen nebst Iron Maiden, Sepultura und Linkin Park auch die Altgrunger Soundgarden auf der Main Stage.

Anreise

Schon alleine die Anreise nach Interlaken ist ein Traum. Die Bahnlinie führt direkt am Thunersee vorbei und bietet eine atemberaubende Aussicht. Das Festival findet auf dem alten Flughafengelände in der nähe Interlaken Ost Bahnhofs statt und ist eingebettet in die wunderbaren umliegenden Bergmassive. Das Greenfield Festival gilt auf Grund dieser einzigartigen Lage wohl auch gerade bei ausländischen Gästen als eines der schönsten überhaupt.

Organisation. Besser gehts kaum.

Die Organisation des Festivals ist sehr gut gelöst. Die Shuttlebusse vom Bahnhof sind gratis und fahren regelmässig, beim Eingang entstehen so gut wie keine Wartezeiten und auch an den Bars und bei den sanitären Anlagen ist Anstehen eine Seltenheit. . Da habe ich letztes Jahr am Zürich Openair das pure Gegenteil erlebt. Für einen Aufpreis, bekommt man Einlass in ToiToi Island, eine „saubere Oase“ mit Duschen und Toiletten. Auf dem grosszügigen Campingplatzgelände gibt es sogar einen Lidl, in welchem Getränke (auch Bier) und Lebensmittel zu Supermarktkonditionen eingekauft werden können. Die Getränke dürfen aber nicht auf das Konzertgelände mitgenommen werden.

greenfield interlaken

Greenfield Openair 2014, kleine Bühne.

Besucher. Langhaarig und handzahm.

Die Besucher sind langhaarig, tätowiert und sehen nicht gerade freundlich aus. Nach kurzer Zeit muss man sich aber eines Anderen belehren lassen, denn die harten Rocker sind sehr kontaktfreudig und entpuppen sich bei näherem Kennenlernen als sehr friedlich, tolerant und woh

lwollend.

Wetter. Schöner Sturm.

Das Wetter war mehrheitlich schön, teilweise sogar heiss. Am zweiten Festivaltag brach dann aber ein Sturm über dem Gelände los und zerfetzte unter anderem das Jack Daniels Zelt, welches offensichtlich unzureichende gegen hohe Windgeschwindigkeiten geschützt war. Zu Schaden kam glücklicherweise aber Niemand.

Die Highlights des Greenfield Openairs

-          Vor allem auf der kleinen Stage gibt es unbekannte Musikperlen zu entdecken

-          Alleine Interlaken mit seiner traumhaften Lage umgeben von Bergen ist ein Besuch wert

-          Sehr gute Festival Organisation

-          Freundliche und kreative Besucher

Empfehlenswert für alle die ein Flair für harte Musik haben und für echtes Ferien-Feeling nicht um die ganze Welt jeten mögen.

Barfuss ins Paradies

Das Kanuhura Resort ist ein schon länger etabliertes Reiseziel auf den Malediven. Die Anlage liegt auf einer etwas grösseren, aber immer noch übersichtlichen Insel und bietet Urlaub auf sagenhaften fünfeinhalb Sterne Niveau. Auch wenn das Kanuhura Resort nicht die modernste Adresse auf den Malediven ist, so kann die Hotelanlage immer noch mit  einem sehr hohen Ausbaustandart, überdurchschnittlichem Service, traumhaften Stränden und einer leicht zugänglichen, artenreichen Unterwasserwelt auftrumpfen.  Die Bungalows bieten einen hohen Ausbaustandart und warten mit einem Openair Bad mit Duschbereich auf.  In tropischem Klima im Bungalow mit viel Privatsphäre im Aussenbereich unter der Abendsonne duschen ist doch ein sehr ansprechender Gedanke!

Kanuhura Sonnenschirm

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Die Barfuss-Insel bietet eine spannende Kombination von Ursprünglichkeit und zeitgemässem Luxus. Die Preise für einen Aufenthalt auf der Insel beginnen bei 350.- Schweizerfranken pro Nacht und Person. Mit diesem Preisniveau ist die Insel natürlich nicht jedermanns Sache, wer sich aber volle Entspannung in einem luxuriösen Umfeld leisten kann, ist mit dem Kanuhura Resort sehr gut beraten.  Versteht sich von selbst, dass die Insel auch ein kulinarisches Angebot auf höchstem Niveau anbietet. Die Gäste des Fünfsterne Hauses können sich in mehreren Restaurants verpflegen, wobei nebst einer internationalen Küche auch lokale Speisen nicht zu kurz kommen. Für Touristen, welche nebst süssem Nichtstun auch etwas Bewegung wünschen, ist das nahegelegene  Haus Riff zum Schnorcheln wärmstens zu empfehlen. Die inseleigene Tauchschule bietet zudem Tauchgänge für alle Niveaus an. Alles in allen ist das Kanuhura für alle zu empfehlen, welche ein Luxusresort für höchste Ansprüche auf den Malediven suchen und das nötige Kleingeld dafür aufbringen möchten.

Something about new Grunge

Lange Zeit war es sehr ruhig um Bands, welche sich dem new Grunge oder Post Grunge gewidmet haben. Nach dem Ende der Band Nirvana brach auch die gesamte Grunge Szene und Bewegung in sich zusammen. Viele Bands mussten sich erst mal von dem Schreck erholen, dass die Galionsfigur ihrer Bewegung sich auf eigenen Wunsch aus dem irdischen Leben verabschiedet hat. Fast zeitglich wurde elektronische Musik unglaublich populär und schickte Gitarrenmusik quasi für mindestens ein Jahrzehnt auf die Bretter. Es zeichnet sich jetzt aber wieder eine Trendwende ab und es neu Bands, welche ziemlich erfolgreich verschiedene Elemente aus Grunge, Rock, Stoner und Metal clever miteinander kombinieren. Virginsoil ist eine Grunge Band aus Zürich und spielt eingängige Rockmusik die pulsierende harte und sanfte Teile beinhaltet.

Grunge Revival